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Gesundheitstipps
25.07.2011
  Schwangerschaftsstreifen  
  Während der Schwangerschaft fühlen sich viele Frauen schön: Sie haben eine reine Haut und dichte, glänzende Haare wie nie zuvor. Weniger schön sind dagegen Schwangerschaftsstreifen, die bei jeder zweiten Schwangeren auftreten.

Schwangerschaftsstreifen sind eigentlich Narben. Sie entstehen, wenn durch eine schnelle Zunahme des Fett- oder Muskelgewebes die Bindegewebsfasern in der Haut auseinander gerissen werden. Diese Streifen, in der medizinischen Fachsprache Striae genannt, können prinzipiell immer dann auftreten, wenn die Haut übermässig gedehnt wird: Bei Bodybuildern mit raschem Muskelzuwachs, bei Jugendlichen, die schnell wachsen, oder bei Menschen mit extremen Gewichtsschwankungen. Schwangere sind besonders anfällig, weil das Bindegewebe aufgrund von hormonellen Einflüssen lockerer wird und deshalb leichter reisst, wenn der Bauch wächst. Warum eine Frau Schwangerschaftsstreifen bekommt und die andere nicht, ist nicht genau bekannt. Genetische Veranlagung, Alter, Übergewicht oder verschiedene Erkrankungen können bei der Entstehung der Striae eine Rolle spielen.

Besserung möglich
Schwangerschaftsstreifen können sich an Beinen, Armen, Bauch, Po und Busen bilden. Anfangs sind die Streifen rötlich und deutlich sichtbar, mit der Zeit verblassen sie und werden kleiner. Häufig werden die Schwangerschaftsstreifen von den betroffenen Frauen als störend empfunden. Eine Behandlung durch einen Facharzt kann das Erscheinungsbild der Striae zwar bessern, eine vollständige Heilung ist jedoch nicht möglich.

Die besten Behandlungserfolge lassen sich erzielen, wenn die Streifen noch „frisch“ sind. Dann können spezielle Salben helfen, die vom Arzt verschrieben werden. Diese dürfen jedoch während der Schwangerschaft nicht angewendet werden. In späteren Stadien kann man versuchen, das Aussehen der Dehnungsstreifen mit Hilfe einer Laserbehandlung, einer Dermabrasion (Abschleifen der Haut) oder mit speziellen Peelings zu verbessern. Diese Behandlungen, die nur von Fachärzten durchgeführt werden sollten, sind meist langwierig und teuer und bringen nicht immer den gewünschten Erfolg. Da die Behandlung von Striae nicht im Leistungskatalog der Krankenversicherer enthalten ist, müssen die Kosten von den Patientinnen selbst übernommen werden.

Tipps zum Vorbeugen
Zwar gibt es kein Mittel, um Schwangerschaftsstreifen sicher zu verhindern. Aber mit einigen vorbeugenden Massnahmen können Sie das Risiko ein wenig verringern:
  • Treiben Sie regelmässig Sport, das stärkt das Bindegewebe. Auch während der Schwangerschaft tut Bewegung gut. Gymnastik, Nordic Walking, Schwimmen oder Aqua Aerobic und eine Reihe von anderen Sportarten sind während einer komplikationsfreien Schwangerschaft kein Problem.
  • Achten Sie auf ausgewogene Ernährung. Auf diese Weise stellen Sie sicher, dass auch das Bindegewebe ausreichend mit den notwendigen Nährstoffen versorgt wird.
  • Trinken Sie genügend, mindestens 1.5 Liter am Tag. Das trägt dazu bei, die Haut elastisch zu halten.
  • Kontrollieren Sie während der Schwangerschaft regelmässig Ihr Gewicht. Wenn Sie zu schnell zunehmen, fördert dies die Dehnung der Haut.
  • Pflegen Sie Ihre Haut während der Schwangerschaft besonders sorgfältig. Crémes oder Lotionen halten die Haut geschmeidig und reduzieren Juckreiz und Spannungsgefühle.
  • Massieren Sie Bauch, Beine und Po mit einem Massage-Handschuh, das regt die Durchblutung und den Stoffwechsel an und stärkt das Bindegewebe. Einen ähnlichen Effekt hat wechselwarmes Duschen.
  • Wenn Sie wegen einer anderen Erkrankung kortisonhaltige Medikamente einnehmen müssen, besteht das Risiko, dass Sie häufiger Dehnungsstreifen bekommen. Fragen Sie Ihren Arzt, ob er Ihnen andere Medikamente verschreiben kann.
 
 
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